Neufelder See – Licht, Stille und die Begegnung mit den Barschen
- Walter Rekirsch
- 13. Apr.
- 2 Min. Lesezeit
Der Morgen beginnt unspektakulär.
11. April, 09:00 Uhr. Parkplatz Neufelder See.
Jens steht schon da. Ein kurzer Blick, ein Grinsen – wir wissen beide: Das wird gut heute.
Kein Wind.
Kaum Leute.
Diese besondere Ruhe, die nur ein See hat, bevor der Tag richtig beginnt.
Abtauchen in eine andere Welt
Nach dem Umziehen geht alles fast automatisch.Ausrüstung checken, letzter Blick – und dann rein ins Wasser beim Strandbad Lorenz.
Schon beim Abtauchen wird klar:
Heute spielt das Licht mit.

Die Sonne steht noch tief genug, um ihre Strahlen wie Säulen ins Wasser zu schicken. Feine Partikel tanzen darin – jede Bewegung sichtbar, jedes Detail verstärkt.
Unter uns:
Eine karge, fast mondartige Landschaft.
Und genau das macht den Reiz aus.

Fotografieren zwischen Lichtstrahlen
Wir bewegen uns ruhig, schwebend über den Grund.
Jeder Flossenschlag zu viel würde die Szene zerstören.
Jens zieht links von mir seine Bahn, sein Licht schneidet als farbiger Akzent durch das Blau Grün.

Ich halte Abstand, beobachte, warte.
Dann passiert es.
Die Sonne bricht durch die Oberfläche – genau im richtigen Winkel.
Ein Moment, der nur Sekunden existiert.
Klick.

Solche Bilder plant man nicht. Man muss bereit sein.
Begegnung mit den Flussbarschen
Und dann sind sie da.
Groß. Ruhig. Majestätisch.
Die Flussbarsche des Neufelder Sees zeigen sich heute von ihrer besten Seite.
Keine Hektik, kein Fluchtverhalten – nur dieses langsame, fast neugierige Dahingleiten.
Perfekt für die Kamera.
Ich gehe tiefer, komme auf Augenhöhe.
Der Fokus sitzt.
Das Licht fällt weich von oben.
Ein Bild nach dem anderen.

Diese Tiere haben Charakter. Jeder einzelne wirkt wie ein kleiner Wächter dieser stillen Unterwasserwelt.
Mehr als nur Fotos
Neben den Bildern entsteht auch ein Video –eine Sequenz, die genau dieses Gefühl einfängt:
die Ruhe
das Licht
das Schweben
Hier kannst du den Tauchgang erleben:
50 Minuten, die bleiben
Knapp 50 Minuten sind wir unterwegs.
Genug Zeit, um tief einzutauchen – nicht nur physisch, sondern auch mental.
Beim Auftauchen wirkt die Oberfläche fast fremd.
Zu hell.
Zu laut.
Ein letzter Blick zurück ins Wasser.
Man weiß: Das war einer dieser Tauchgänge.
Fazit
Der Neufelder See hat an diesem Tag alles geliefert:
perfekte Lichtstimmung
klare Strukturen
beeindruckende Flussbarsche
und diese seltene Kombination aus Ruhe und Magie
Genau solche Momente sind es, die Unterwasserfotografie so besonders machen.
Nicht geplant.
Nicht reproduzierbar.
Einfach erlebt.




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